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2022-12-08• 6 Min. Lesezeit

6 Webhosting-Kontrollpanels, die man kennen sollte

Die Wahl eines Kontrollpanels bestimmt, wie ein Server über Jahre hinweg verwaltet wird, deshalb lohnt sich die richtige Entscheidung. Als jemand, der alle sechs dieser Panels irgendwann auf Produktivservern eingerichtet und betreut hat, hier die wichtigsten Punkte zu jedem.

Webhosting-Kontrollpanel-Oberfläche

CloudPanel

CloudPanel ist kostenlos, Open Source und auf Performance ausgelegt, basierend auf Nginx. PHP, Node.js, Python und statische Seiten werden out of the box unterstützt, dazu Let's Encrypt mit einem Klick und integrierte Datenbankverwaltung. Wenn ich einen neuen VPS aufsetze und keine cPanel-typischen Extras wie einen vollständigen Mailserver brauche, ist das meistens meine erste Wahl. Die Einrichtung dauert Minuten, und der Ressourcenverbrauch bleibt niedrig.

CyberPanel

CyberPanel kombiniert eine kostenlose Open-Source-Lizenz mit OpenLiteSpeed (oder LiteSpeed Enterprise mit Lizenz), was bei PHP-lastigen Seiten wie WordPress einen spürbaren Unterschied macht. Mail, DNS und ein brauchbarer Dateimanager sind dabei. Der einzige Wermutstropfen: CyberPanel hatte über die Jahre mehrere ernsthafte Sicherheitslücken, dazu gibt es einen eigenen Beitrag. Wer es nutzt, sollte Updates im Blick behalten und den Admin-Port niemals ohne Firewall-Regel offen ins Internet lassen.

cPanel

cPanel ist der Industriestandard im Shared Hosting, und das aus gutem Grund: ausgereift, gut dokumentiert, und fast jedes Hosting-Tutorial geht davon aus, dass man cPanel nutzt. Der Nachteil sind die Kosten. Lizenzgebühren summieren sich auf mehreren Servern schnell, und genau das ist der Grund, warum die meisten anderen Panels in dieser Liste überhaupt existieren.

Plesk

Plesk läuft sowohl auf Linux als auch auf Windows, deshalb ist es die erste Wahl, wenn ein Kunde IIS oder eine gemischte Umgebung braucht. Apache, Nginx und ein großer Katalog an Erweiterungen werden unterstützt. Wie cPanel ist es lizenzpflichtige Software, allerdings sind die Kosten pro Server in der Regel etwas niedriger.

DirectAdmin

DirectAdmin liegt zwischen cPanel und den kostenlosen Optionen: eine niedrige, wiederkehrende Lizenzgebühr, Unterstützung für Apache, Nginx und LiteSpeed, und eine weniger schicke, aber funktionale Oberfläche. Auf kleinen VPS-Instanzen zählt vor allem eines: der Ressourcenverbrauch ist niedriger als bei cPanel.

VestaCP

VestaCP ist kostenlos und Open Source und unterstützt Apache, Nginx und LiteSpeed. Die Weiterentwicklung hat sich im Vergleich zu den anderen in dieser Liste verlangsamt, deshalb sehe ich es eher als budgetfreundliche Option für kleine private Projekte als für ein Business. Wer etwas Aktiveres sucht, dem sind Forks wie HestiaCP einen Blick wert.

Welches sollte man wählen?

Für eine einzelne WordPress-Seite oder ein kleines Unternehmen decken CloudPanel oder CyberPanel die meisten Bedürfnisse ohne Lizenzkosten ab. Für Agenturen, die Dutzende Kundenseiten verwalten und bei denen Supportverträge wichtig sind, lohnt sich die Lizenzgebühr von cPanel oder Plesk meist. Egal, wofür man sich entscheidet: Ein Panel ist nur so sicher wie das Update-Management dahinter. Kontrollpanels laufen mit Root-Rechten und sind deshalb ein beliebtes Ziel.

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