6 Webhosting-Control-Panels, die man kennen sollte
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Die Wahl eines Control-Panels bestimmt auf Jahre hinaus, wie ein Server gemanagt wird. Es ist eine Entscheidung, bei der man besser nicht danebengreift. Ich habe alle sechs Panels auf dieser Liste schon irgendwann einmal auf Produktionsservern installiert und gewartet. Hier ist, was sie jeweils auszeichnet.

CloudPanel
CloudPanel ist kostenlos, Open Source und komplett um Nginx herum mit einem starken Fokus auf Performance gebaut. Es unterstützt PHP, Node.js, Python und statische Sites out-of-the-box, inklusive 1-Klick-Let's Encrypt und integriertem Datenbank-Management. Wenn ich einen neuen VPS hochziehe und der Kunde keinen alten cPanel-Ballast wie einen vollen Mailserver-Stack braucht, ist das mein absoluter Favorit. Das Setup dauert Minuten und der Ressourcenverbrauch bleibt extrem gering.
CyberPanel
CyberPanel kombiniert eine kostenlose Open-Source-Lizenz mit OpenLiteSpeed (oder LiteSpeed Enterprise, falls man eine Lizenz hat). Das macht bei PHP-lastigen Stacks wie WordPress einen gewaltigen Unterschied. Es bringt Mail, DNS und einen brauchbaren File-Manager mit. Der Haken? CyberPanel hat eine Historie von schweren Sicherheitslücken, was ich in einem späteren Beitrag ausführlich behandelt habe. Wer es deployt, muss aggressiv patchen und darf den Admin-Port niemals ohne striktes Firewall-Allowlisting offen ins Netz stellen.
cPanel
cPanel ist nicht ohne Grund der absolute Branchenstandard für Shared Hosting. Es ist unglaublich ausgereift, erstklassig dokumentiert und so ziemlich jedes Hosting-Tutorial im Netz geht davon aus, dass man es benutzt. Die Kehrseite ist der Preis. Die Lizenzkosten summieren sich bei mehreren Servern verdammt schnell. Diese finanzielle Hürde ist genau der Grund, warum die meisten anderen Panels auf dieser Liste überhaupt existieren.
Plesk
Plesk läuft sowohl auf Linux als auch auf Windows. Das macht es zur naheliegendsten Wahl, wenn ein Kunde zwingend IIS braucht oder eine gemischte Umgebung betreibt. Es unterstützt Apache, Nginx und bringt einen riesigen Katalog an Extensions mit. Genau wie cPanel ist es proprietär, aber das Preismodell pro Server ist für kleinere VPS-Setups oft etwas humaner gestaltet.
DirectAdmin
DirectAdmin platziert sich genau in der Mitte zwischen cPanel und den Gratis-Optionen. Es hat niedrige wiederkehrende Lizenzgebühren, unterstützt Apache, Nginx sowie LiteSpeed und bietet ein Interface, das zwar weniger auf Hochglanz poliert ist, aber absolut seinen Job macht. Es frisst spürbar weniger Ressourcen als cPanel, was auf kleinen VPS-Instanzen ein echter Vorteil ist.
VestaCP
VestaCP ist kostenlos, Open Source und unterstützt Apache, Nginx und LiteSpeed. Allerdings ist die Entwicklung im Vergleich zu den anderen auf dieser Liste praktisch zum Erliegen gekommen. Ich betrachte es nur noch als reine Budget-Option für kleine, persönliche Projekte, nicht aber als etwas, worauf man eine Business-Infrastruktur aufbauen sollte. Wer in dieser Linie etwas aktiv Gepflegtes sucht, sollte sich Forks wie HestiaCP ansehen.
Mein Fazit
Für eine einzelne WordPress-Site oder ein kleines Unternehmen decken CloudPanel oder CyberPanel alles ab, was man braucht – ganz ohne monatlichen Lizenz-Overhead. Für Agenturen, die Dutzende von Kundenseiten managen und bei denen kommerzielle Support-Verträge zählen, sind cPanel oder Plesk ihr Geld definitiv wert.
Egal, wofür man sich entscheidet: Ein Panel ist immer nur so sicher wie der Patch-Zyklus dahinter. Control-Panels laufen mit Root-Rechten, was sie zu extrem lukrativen Zielen für automatisierte Angriffe macht.
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