Alle paar Monate ruft jemand in Panik an: eine wichtige Datei gelöscht, die falsche Festplatte formatiert, oder der Strom ist während eines Schreibvorgangs ausgefallen. Meistens sind die Daten gar nicht wirklich weg. Eine Datei zu löschen entfernt nur den Verweis darauf, die Bytes bleiben auf der Festplatte, bis etwas anderes darüber geschrieben wird. Genau darauf basiert Datenrettung.
Der größte Fehler, den Leute machen, ist, die Festplatte weiter zu benutzen, nachdem ihnen aufgefallen ist, dass etwas fehlt. Jede neu geschriebene Datei erhöht die Chance, dass genau die Daten überschrieben werden, die man wiederherstellen will. Also:
Mein bevorzugtes kostenloses Tool für Windows ist Recuva, entwickelt von Piriform, der Firma hinter CCleaner.

Es unterstützt die üblichen Dateitypen: Fotos, Office-Dokumente, PDFs, sogar Musik von einem alten iPod. Zwei Modi sind dabei wichtig:

Eine Funktion, die man nicht erwartet: Recuva kann auch ungespeicherte Word-Dokumente aus temporären Dateien wiederherstellen, falls eine Anwendung vor dem Speichern abgestürzt ist. Das hat manchen Leuten einen ganzen Nachmittag Tipparbeit erspart.
Ein normaler Scan stellt meistens die Dateien wieder her, der Tiefenscan fängt den Großteil des Restes ab. Sobald eine Festplatte stark überschrieben wurde, kann nichts mehr alles retten, deshalb gilt: je früher man aufhört und scannt, desto besser stehen die Chancen.